So dumm wie Quallen im Sand.
Sie sitzen und essen am Teetisch
und schweigen stumm vor sich hin
Die Jungen schauen ästhetisch,
die Mädchen nur vorsichtig hin.
Sie alle sind mitte zwanzig.
Nun gut, doch am Ende davon.
Seien wir ehrlich, mehr Anfang dreißig
und näher am Ende also sonst.
Und sie alle schlürfen ihr Gerstenbräu.
Und sie alle sind einzigartig.
Sie fühlen sich alle so herdenscheu,
Sie fühlen sich einzig und artsy.
Man lebt in der Großstadt - alleine,
philantropisch, man tut, was man kann.
Man hofft, dass die Zeit sich vertreibe
und schweigt philosophisch sich an.
Sie sind in einer Beziehung.
Man nennt es aber nicht so.
Man teilt sich halt nur die Verblödung,
die Miete, die Kinder, den Flo.
Da seufzte der eine ästhetisch
und ruft voll mit Weltschmerz aus:
“Göttliches Wesen! Niemand versteht mich!”
Und niemandem fällt der Scherz auf.
Die eine lächelt als Antwort ironisch
und lispelt leicht vor sich hin:
“Bei Weizenkleie werd ich lakonisch.”
Ironie ist wohl nicht so ihr Ding.
Die anderen nicken verständlich
und hören doch gar nicht zu.
Ich hoffe, der eine erhängt sich,
dann wäre jetzt endlich mal Ruh.
Am Teetisch, da war noch ein Plätzchen.
Meine Faust, da hast du gefehlt.
Du hättest, so hübsch mein Schätzchen,
den Agavendicksaft-Bratzen was von richtigen Problemen erzählt. In ihr Gesicht!
Guten Hunger (Christine, ein Gedicht für dich)!









